Die Blockbandsäge der Wassmer Sägewerkstechnik zum Schneiden von Sägefurnieren geeignet

Das Auftrennen von Rundholz mit der Blockbandsäge hat mittlerweile im deutschsprachigen Raum deutlich an Bedeutung gewonnen. Jedoch verbinden viele Sägewerker noch immer die Blockbandsäge mit ungenauen Schnitten und mit entsprechenden Maßzugaben.

Die Wassmer Blockbandsäge WBS in Verbindung mit dem Blockwagen WKW zeigt, dass es auch anders geht.

 

Was sind die wichtigen Komponenten für einen präzisen und maßhaltigen Schnitt? 

Die Bandsäge, verantwortlich für den Antrieb und die Führung des Sägeblattes, muss extrem stabil und verwindungssteif konstruiert sein. Dadurch ist es möglich, sehr hohe Spannungen am Sägeblatt zuzulassen, ohne das sich der Ständer verformt. Durch diese erhöhten Zugspannungen wird das Sägeblatt am seitlichen Auswandern aus der Schnittlinie gehindert. Dies gelingt jedoch nur, wenn auch die Sägerollen das Sägeblatt nicht übermaßen beanspruchen. Daher sind alle Sägerollen der Wassmer Bandsägen zum Einen aus massiven Stahl gefertigt (wodurch auch erhöhte Drehzahlen möglich sind) und zum Anderen die geringe Bombierung, die sich im vorderen Drittel der Lauffläche befindet und das Walgen des Sägeblattes auf ein Minimum beschränkt (wodurch die Standzeit deutlich gesteigert wird). 

 

Da das Sägeblatt im Sägebetrieb Temperaturschwankungen unterliegt und diese kurzfristig bei erhöhter Beanspruchung ansteigen, ist es notwendig, die daraus folgenden Längendehnungen unverzüglich auszugleichen. Hier hat sich das Prinzip der hängenden Gewichte bewährt. Aufgrund der permanent vorhandenen Erdanziehungskräfte halten Gewichte ohne Zeitverzug und mit einfachsten mechanischen Mitteln die Spannung im Sägeblatt konstant. Und dies ist notwendig für präzise Schnitte.

Um gleichbleibend genaue Schnitte und glatte Oberflächen zu erhalten, empfiehlt die Wassmer Sägewerkstechnik den Einsatz von stellitierten Sägeblättern. Diese gewährleisten über den Produktionszeitraum gleichbleibend gute Ergebnisse und sie sind in der Blattwartung sehr unkompliziert.

Sägebetriebe, die mehr als nur eine Holzart schneiden oder sogar in beiden Holzgruppen (Laubholz und Nadelholz) schneiden, sollten zudem in der Lage sein, die Schnittgeschwindigkeit an die jeweilige Holzart anzupassen. Hier sollte ein Frequenzumrichter grundsätzlich vorhanden sein.

Die stabilste und präziseste Bandsäge alleine reicht jedoch noch nicht aus, um im zehntel Millimeterbereich über den Querschnitt zu schneiden.

Auch der Blockwagen muss diesen Ansprüchen genügen. 

Hier gilt es unterschiedliche Anforderungen zu erfüllen. Der Blockwagen muss den rauen Bedingungen gewachsen sein, die durch die hohen Kräfte, die, wenn schwere Baumstämme meist recht unsanft bewegt werden, auf ihn einwirken. Nur eine sehr stabile und schwere Konstruktion kann diese Aufgabe auch über Jahre hinweg, wie es der Blockwagen der Wassmer Sägewerkstechnik tut, erfüllen.

Diese wechselnden, mechanisch dynamischen Kräfte müssen über das Schienensystem auf das Fundament übertragen werden. Rollensysteme zeigen hier deutliche Schwächen. Diese haben aufgrund ihrer Bauart schon gleich zu Beginn erhebliche Toleranzen und diese verstärken sich im Laufe der Zeit. Die Wassmer Sägewerkstechnik geht mit ihrem Blockwagen einen eigenen, neuen Weg. Das anfällige und verschleißreiche Rollen-Schienensystem wurde ersetzt durch Linearführungen mit Führungsschuhen. Dieses moderne und bewährte System erlaubt ein spielfreies Gleiten mit einer unerreichten Genauigkeit im Geradeauslauf. Die Belastungsspitzen, durch das Händling mit den Baumstämmen, werden mühelos auf die Linearführungen übertragen und auch nach Jahren des Betriebs sind Abnutzungserscheinungen kaum feststellbar.

Dies wird durch das Vorspannen der Führungsschuhe, der permanenten automatischen Schmierung und durch die Abstreifer erreicht.

Der Stamm auf dem Blockwagen kann also nur noch gerade am Sägeblatt entlang fahren.

Damit auch die geforderte Maßhaltigkeit erreicht wird, ist es aber noch notwendig, den Stamm exakt auf dem Blockwagen auszurichten. Dies wird durch die verstellbaren Konsolen erreicht. Und in Verbindung mit den Spannzangen, die sowohl von oben als auch von unten an den Stamm heran fahren und definiert in das Holz eindringen, kann der Stamm oder auch später die Model ganz individuell ausgerichtet werden.

Die geforderte Präzision setzt aber auch einen genau steuerbaren Verstellmechanismus voraus. Alle diese Verstellungen werden über Servomotoren mit Kugelrollspindeln erzielt. Dies ist ohnehin eine Besonderheit aller Wassmer Maschinen, denn sie kommen ohne Hydraulikkomponenten aus. Elektrische Stellantriebe haben den großen Vorteil, dass sie völlig unabhängig von äußeren Temperaturunterschieden sind, und sie sind zudem wesentlich wartungsfreundlicher. Ein weiterer Punkt gegen Hydraulikkomponenten ist, dass sie permanent unter Druck gehalten werden müssen, und die Hydraulikpumpe über den gesamten Zeitraum Strom, also Energie verbraucht, ganz im Gegensatz zu elektrischen Stellantrieben, die nur dann Strom verbrauchen, wenn sie in Betrieb gesetzt werden.

Der Antrieb des Blockwagen befindet sich übrigens im Blockwagen selber. Die sehr stabile und belastbare Dreifachkette in Verbindung mit einem Vorschubgetriebemotor lässt hohe Beschleunigungen zu und kann den Blockwagen punktgenau positionieren.

Es ist also kein Wunder, dass man mit einer Wassmer Blockbandsäge auch hochwertige Sägefurniere schneiden kann. Für den normalen Sägebetrieb heißt dies aber auch, dass der Einschnitt mit geringeren Schnittzugaben erfolgen kann, wodurch die Ausbeute ansteigt und die Maßhaltigkeit der Schnittprodukte erheblich verbessert wird und Reklamationen der Vergangenheit angehören.

Die Blockbandsäge ist eine hervorragende Maschine zum individuellen Auftrennen von Rundholz. Jeder Stamm kann entsprechend seiner Eigenschaften in höherwertige Sortimente eingeschnitten werden oder in die üblichen Massensortimente. Dabei wird der Säger umfangreich durch Bildschirmanzeigen und Messeinrichtungen unterstützt. Die Steuerungstechnik ermöglicht auch einen automatisierten Einschnitt, der darin besteht, dass nach dem Ausrichten, verschiedene Ablaufprogramme abgerufen werden können. So lassen sich auch mit der Blockbandsäge hohe Einschnittleistungen realisieren.

Um die Einschnittleistung weiter zu steigern sollte vor der Bandsäge ein Spaner eingesetzt werden. Dadurch entfällt der erste Anschnitt und die sonst anfallenden Schwarten werden vermieden, da diese oft recht hinderlich bei der weiteren Entsorgung sind.

Wird eine noch höhere Produktivität gewünscht, ist es sinnvoll eine zweite Bandsäge zu installieren. Diese wird direkt im Anschluß an der ersten Bandsäge aufgestellt und kann über Linearführungen gegenüber der ersten Bandsäge verschoben werden, so dass der zweite Schnitt vollständig variabel ausgeführt werden kann.

Eine Besonderheit im Programm der Wassmer Sägewerkstechnik ist ein spezieller Blockwagen, der als Option das winklige Schneiden (Schrägschnitt) erlaubt. Dazu kann die Auflage des Blockwagens gegenüber des Bandsägenblattes um –15° bis 75° geschwenkt werden. So lassen sich mit einfachen Mitteln unter anderem auch Riftschnitte sehr leicht schneiden.

Zum Produktprogramm der Wassmer Sägewerkstechnik gehören auch Trennbandsägen. Auch diese zeichnen sich durch extrem genaue Schnitte aus. So wurden im Hause Wassmer Versuchsschnitte durchgeführt, bei dem man 80cm breite Leimholzkanten hochkant, also über die 80cm Breite mittig auftrennte, um diese dann anschließend senkrecht zu einander zu verleimen. Dies konnte nur gelingen, da die Abweichungen über diesem Querschnitt nur im unteren zehntel Millimeterbereich lagen und die Oberflächenrauhigkeit einer verleimfähigen Fläche entsprach.